Schweden - Tag 2
Den vielen Fahrzeugen von gestern kann ich sogar noch die Strassenbahn hinzufuegen, mit der wir gestern Abend noch gefahren sind. Mehr verschiedene Fahrzeuge an einem Tag geht fast nicht, oder? ![]()
Gestern waren wir dann noch beim Essen und ein bisschen in Göteborg spazieren, vor dem Heimgehen dann noch in einem Cafe im 20. Stock eines Hotels mit einem wunderschönen Blick ueber die Stadt.
Zu den Schweden lässt sich noch sagen, dass die Mode hier tatsächlich sehr gewöhnungsbeduerftig ist. Leggins ueberall (unter Hosen, Röcken, ultraweiten Pullis, ueberlangen Blusen, …) und viele Leute laufen schon sehr gestylt rum, ich finde es oft schon fast uebertrieben.
Und die ach-so-blonden Schwedinnen helfen grossenteils ganz schön mit Farbe nach, das verraten ihre Haaransätze oft. Allerdings muss ich an dieser Stelle unbedingt erwähnen, dass hier erfreulich viele blonde, blauäugige Männer unterwegs sind *hach*
Heute nach einem gemuetlichen Fruehstueck mit lauter schwedischen Sachen (was es hier fuer Brot gibt…einfach lecker!), sind wir mit einem Auto von Jacobs Car-Sharing-Verein zur Insel Marstrand gefahren. Natuerlich mussten die drei Herren Ingenieure das Auto (Toyota Prius, ein Hybridauto) natuerlich erst mal genauestens unter die Lupe nehmen und haben die ganze Fahrt nur ueber seine Umweltfreundlichkeit/oder eben nicht diskutiert. Hätte ich aufgepasst (und wäre nicht zwischendurch immer wieder eingeschlafen), hätte ich sicher viel lernen können.
Mit einer Fähre sind wir dann auf die Insel uebergesetzt und haben diese zu Fuss fast umrundet; es war grösstenteils sonnig, aber windig. Die Kueste von Marstrand besteht aus lauter grossen Felsen. Auf die Frage, was fuer Gestein das sei, wurden wir von Jonas aufgeklärt, dass es “sehr, sehr grosse Steine” seien. Ahja
Fasziniert hat mich besonders das Nebeneinander von Felsen und Blumen, die entlang des ganzen Weges in allen Farben leuchten. Fotos davon gibt’s, wenn ich wieder daheim bin. Hier habe ich Jacobs iBook (auf schwedisch!) und bin damit völlig ueberfordert.
Auf der Heimfahrt waren wir noch kurz beim Einkaufen und in einem Systembolaget, den staatlichen Geschäften, in denen man Alkohol kaufen kann. In normalen Supermärkten gibt es nur Sachen mit bis 3,5 % Alkoholgehalt. Da ging es zu - nicht zu fassen! Jacob hat uns dann aufgeklärt, dass heute einer der Top-3 Tage in Schweden ist, was Alkoholkonsum angeht.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Jacobs Wohnung ging’s schon wieder los - diesmal zu Fuss durch Göteborg. Nicht zu fassen, in dieser Stadt geht es immer nur bergauf. Und zwar nicht so ein bisschen einen Huegel rauf, sondern BERGauf. Nach gefuehlten 100 km (tatsächlich waren es wohl nur ca. 4,5
) waren wir in der Nähe der technischen Uni angekommen. Es war wirklich die ganze Stadt auf den Beinen und in den Strassen dort unterwegs. Jeder zweite hatte uebrigens, wie Jacob, Jonas und Georg auch, eine Tuete von dem Systembolaget dabei - in Schweden bringt man den Alkohol eben mit.
In dem Viertel, in dem wir waren, findet jährlich am 30. April die “Cortège” statt, eine Art Faschingsumzug von Studenten. Ueber eine Stunde lang haben wir den fast 50 Wägen und Gruppen zugesehen; es ging wie bei uns um Politik und sonstige Ereignisse des letzten Jahres. War toll, wie kreativ die Studeten dabei waren. Nach dem Umzug haben wir uns ein bisschen in einen Park gesetzt und die Jungs haben ihr Ziel des Abends (betrunken sein) weiter vorangetrieben. Als sie mir dann mehrfach glaubhaft versichert haben, dass es ausser Alkohol an diesem Abend nichts mehr interessantes geben wird, habe ich dann die nächste Strassenbahn nach Hause genommen und mache mir nun einen ruhigen Abend. Bin ja gespannt, wie’s ihnen morgen geht ![]()
Fuer morgen ist, entsprechend dem heutigen Abend, noch nicht so viel geplant. Auch soll das Wetter morgen relativ schlecht sein - wir werden sehen, was der Tag so bringt!
Ich mag Mädchenfilme, zumindest ab und zu mal.